Qualität und Transparenz: Auf Mineralwasser ist Verlass

Hamburg (idm) - Ein eigener Gesetzestext für ein einziges Lebensmittel? Klingt ungewöhnlich, gibt es aber für das Naturprodukt Mineralwasser – und bietet Verbrauchern viele Vorteile. "Mit der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung, kurz MTVO, definiert der Gesetzgeber genau, was ein natürliches Mineralwasser ausmacht und wie es den Verbraucher erreichen muss", erklärt Sebastian Rau, Experte für Qualitätssicherung bei SGS Institut Fresenius. "Die MTVO setzt hohe Standards, die Mineralwasser in puncto Qualität und Transparenz erfüllen muss – und das gibt Verbrauchern eine zusätzliche Sicherheit."

Welche für Verbraucher wichtigen Fragen die Mineral- und TafelwasserVerordnung (MTVO) beantwortet, zeigt die folgende Übersicht:

Was macht ein Wasser zu natürlichem Mineralwasser? Die MTVO definiert klare Kriterien: Nur Wasser aus besonders geschützten, unterirdischen Wasservorkommen, das von ursprünglicher Reinheit ist und eine konstante Mineralstoff-Zusammensetzung im Rahmen natürlicher Schwankungen aufweist, erfüllt die Anforderungen für natürliches Mineralwasser. Bevor ein Mineralwasser auf den Markt kommt, bedarf es zudem als einziges Lebensmittel in Deutschland einer amtlichen Anerkennung. Hierfür müssen viele hundert Einzeluntersuchungen durchgeführt werden.

Was gilt es bei der Produktion zu beachten? Mineralwasser muss laut MTVO frei von Krankheitserregern und chemischen Verunreinigungen sein. Die Mineralbrunnenbetriebe stehen als Lebensmittelunternehmer in der Pflicht, dies laufend zu überprüfen. Lassen Messwerte darauf schließen, dass die hohe Qualität beeinträchtigt ist, wird die Abfüllung sofort gestoppt.

Noch eine weitere Anforderung ist wichtig im Sinne des Verbraucherschutzes: Mineralwasser muss noch am Quellort abgefüllt und sicher verschlossen werden. Der Verschluss muss laut MTVO geeignet sein, Verfälschungen oder Verunreinigungen zu vermeiden.

Welche Informationen muss das Etikett liefern? Verbraucher wissen immer, wo ihr Mineralwasser herkommt. Denn Quellort und Quellname müssen auf dem Etikett eindeutig benannt werden. Verbraucher erhalten über den Analysenauszug zudem genaue Auskunft über die charakteristischen Bestandteile – also die wichtigsten Mineralstoffe, die jedes Mineralwasser einzigartig machen. Oft ist auf dem Etikett auch das Analyselabor angegeben. - Bildquelle: Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM)

(04.09.2017 - 648 mal aufgerufen)

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