Lauffener Weingärtner vom Neckar - Die Genossen werden immer besser

Viele passionierte Weintrinker rümpfen noch heute die Nase, wenn es um Tropfen geht, die aus Winzer- oder – wie sie im Württembergischen heißen – Weingärtnergenossenschaften kommen. Mittlerweile ist dieses (Vor-)Urteil in den meisten Fällen keineswegs gerechtfertigt.

Aktuell erzeugen 202 Winzergenossenschaften knapp ein Drittel aller deutschen Weine, rund 3 Millionen Hektoliter. Circa 32.181 Hektar Weinberge werden in den 13 deutschen Anbaugebieten genossenschaftlich bewirtschaftet. Zahlreiche Erfolge bei nationalen und internationalen Wettbewerben in den vergangenen Jahren zeugen davon, dass inzwischen ein hohes Niveau auf breiter Basis erreicht worden ist.

Stellvertretend für die leistungsfähigen deutschen Genossenschaften seien hier zwei kurz portraitiert, die in den Stammländern des gemeinschaftlichen Weinbaus – Württemberg und Baden – beheimatet sind: Lauffen am Neckar und Sasbach am Kaiserstuhl.

Die Lauffener Genossenschaft hat heute 625 Mitglieder. Von den 620 Hektar Weinbergsfläche sind allein 58 Hektar Steillagen, in denen besonders hohe Qualitäten entstehen. Ausgesprochene Spezialität der Lauffener Winzer ist die Rotweinsorte Schwarzriesling, die zur Burgunderfamilie gehört, in Frankreich Pinot Meunier heißt und Teil der klassischen Champagner-Cuvée ist. Hier am Neckar wurde die Bereitung dieser Rebsorte zur Meisterschaft entwickelt. Gut 65 Prozent der Lauffener Genossenschafts-Rebfläche sind damit bestockt, in unterschiedlichen Varianten kostet der Schwarzriesling ab Betrieb zwischen knapp 5 und 15 Euro. Im Ranking der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) liegen die Lauffener Weingärtner republikweit als beste Württemberger Genossenschaft derzeit auf Rang acht.

Klein und sehr fein agiert die Winzergenossenschaft Sasbach am Markt. Mit 337 Mitgliedern, die auf 107 Hektar Fläche Wein anbauen, werden vor allem Spitzenburgunder erzeugt, im Besonderen Spätburgunder. Die Liste der Auszeichnungen, die dem Betrieb, der direkt an der französischen Grenze liegt, zuteil wurden, ist lang. In diesem Herbst stellten die Sasbacher im Wettbewerb „Pinot Trio“ des Deutschen Weininstituts (DWI), in dem noch einmal die Allerbesten aus der DLG-Bundesweinprämierung herausgefiltert werden, den Sieger bei den Spätburgundern. Die Rote Halde Auslese trocken, Jahrgang 2009, schlägt denn auch mit knapp 30 Euro pro Flasche zu Buche. (Text + Foto: Lutz Schulmann)

(30.11.2012 - 3482 mal aufgerufen)

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